Protokoll der Sitzung des Seniorenbeirates der Samtgemeinde Sittensen
am 2.
Februar 2017 um 15.00 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses in Sittensen

 

TOP 1  Eröffnung der Sitzung und Begrüßung der Anwesenden

Die Vorsitzende eröffnet die Sitzung und begrüßt die anwesenden Mitglieder des Seniorenbeirates sowie den neuen Bürgermeister der Gemeinde Sittensen Diedrich Höyns, und als weiteren Gast Thomas Kannenberg, Mitglied im Ausschuss für Kultur, Sport und Tourismus der Samtgemeinde. Samtgemeindebürgermeister Stefan Tiemann fehlt entschuldigt. Herzliche Glückwünsche gehen an an die Mitglieder, die im Dezember 2016 und Januar 2017 Geburtstag hatten.

 

TOP 2  Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung

Die ordnungsgemäße Ladung wird festgestellt                                                                                                                                                                  

                                                                                                                                                  

TOP 3  Feststellung der Beschlussfähigkeit           

Von den jetzt 15 Mitgliedern sind 14 Mitglieder erschienen, 1 Mitglied fehlt entschuldigt. Die Beschlussfähigkeit ist gegeben.

 

TOP 4  Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 01.12.2016 

Das Protokoll vom 01.12.2016 wird genehmigt.

 

TOP 5  Der neue Bürgermeister Diedrich Höyns stellt sich vor

Diedrich Höyns bedankt sich für die Einladung zu dieser Sitzung und ist gewiss, dass er als alteingesessener Sittenser Bürger und Inhaber der Firma Auto-Elektrik-Höyns allen bekannt ist. Im November 2016 wurde er von dem neuen Gemeinderat zum Bürgermeister gewählt.

 Die Zuständigkeit zwischen der Gemeinde Sittensen und der Samtgemeinde Sittensen ist nicht immer so einfach auseinander zu halten. Fast 90 % der Rathausmitarbeiter sind bei der Gemeinde Sittensen angestellt, 10 % arbeiten für die Samtgemeinde.

Zu der vorrangig wichtigsten Aufgabe des neuen Gemeinderates gehört die Wiederherstellung einer guten medizinische  Versorgung. Da es der Kassenärztlichen Vereinigung bisher nicht gelungen ist, freiberufliche Ärzte nach Sittensen zu holen, strebt die Gemeinde die Gründung einer Gesellschaft an (Büsumer Modell), um dann einen Arzt im Angestelltenverhältnis nach Sittensen zu holen. Man hat inzwischen mit dem Berater, der in  Büsum das Modell begleitet und gute Verbindungen zu jungen Ärzten hat, Kontakt aufgenommen. Die Lebenseinstellung hat sich geändert. Ärzte ziehen nicht so gerne aufs Land. Eine Anstellung in einer Klinik oder Praxis mit geregelten Arbeitszeiten bietet gerade weibliche Medizinern mehr Zeit für die Familie. In Sittensen hofft man darauf, dass das Büsumer Modell auch hier Erfolg haben könnte.

Der neue Bürgermeister lobt die vielseitige gute Arbeit in der Verwaltung, hier herrscht ein guter Teamgeist. Er strebt allerdings eine Umstrukturierung des Arbeitsverhaltens an, das soll heißen „schneller erledigen“. Eine der nächsten Aufgaben wird die Bearbeitung und Ausführung der Beschlüsse des vorherigen Gemeinderates sein. Hier geht es im Besonderen um die Erneuerung ganzer Straßenzüge, Wege und Plätze. Besorgt sieht man auf die Entwicklung im Ortskern. Leider stehen viele Läden leer. Der Einzelhandel hat sich durch das zunehmende Einkaufen der jungen Generation im Internet in den letzten Jahren stark geändert. Der Zusammenschluss einiger Geschäftsleute und Bürger zur „Zukunftsinitiative Sittensen“ wird daher sehr gegrüßt. Menschen engagieren sich, kommen mir verschiedenen Ideen und beraten „Was können wir machen, was können wie besser machen“. Der Rat hat es sich zur Aufgabe gemacht in den nächsten 5 Jahren den Markt wieder zu beleben. Ratschläge von Mitarbeitern, Ratsmitgliedern oder Bürger werden gerne angenommen, auch wenn diese nicht immer verwirklicht werden. Die vielen verschiedenen Vorstellungen und Ideen werden gesammelt und man versucht, diese in Gleichklang zu bringen .

Zu gegebener Zeit werden sicher einige Vorschläge von Nutzen sein.

  

Im Allgemeinen ist Sittensen gut aufgestellt. Es gibt 3 Ganztagskindergärten mit Krippenplätzen

(ein vierter Kindergarten ist in Planung) und eine hochgelobte Kooperative Gesamtschule mit gymnasialen Zweig. Auf vielen Gebieten gibt es bei Bedarf weitere gute Entwicklungsmöglichkeiten. Der Schuldenstand der Gemeinde Sittensen mit 700 000 € resultiert aus einem alten Kredit und ist überschaubar. Das trifft leider nicht für die Samtgemeinde zu.

Der Bürgermeister lobt ausdrücklich die Arbeit des Seniorenbeirates und der verschiedenen Vereine und Verbände. Die Begegnung „Jung und Alt“ ist wichtig und klappt in Sittensen sehr gut. Der neue Gemeinderat ist bestrebt gute Arbeit für die Gemeinde zu leisten, denn aus Sittensen muss noch mehr werden. Da man vorausschauend nicht immer alles richtig machen kann und leider auch Fehler gemacht werden, schließt Diedrich Höyns seinen Vortrag mit den Worten „ Was wir heute beklagen, haben wir vor 30 Jahren falsch gemacht“. Mit einem herzlichen Dankeschön für das Kommen und den informativen Vortrag verabschiedet die Vorsitzende den Bürgermeister.

 

TOP 6 

  • Präventionsrat - Die Amtszeit des Präventionsrates der Samtgemeinde Sittensen beträgt 3 Jahre. Die nächste konstituierende Sitzung, in der Mitglieder neu gewählt bzw. wieder gewählt oder benannt werden, ist  im Februar/März 2017. Marie Mahnke vertritt den Seniorenbeirat seit April 2010 im Präventionsrat und stellt sich nicht mehr für eine erneute Wiederwahl zur Verfügung. Der Seniorenbeirat schlägt Karsten Richter als neue Vertretung vor. Unter Vorbehalt stimmt er zu.
  • Förderkonzept Sparkasse Rotenburg-Bremervörde - Die Sparkasse stellt wieder Gelder aus ihrem Fördertopf für gute Zwecke zur Verfügung. Die Vorsitzende schlägt vor, einen Antrag zu stellen für eine finanzielle Unterstützung eines zweiten Obstausgabetages an der Grundschule. Bereits einmal wöchentlich kommen Mütter, Großmütter und ehrenamtliche Helferinnen vormittags in die Schulküche der Grundschule und schnippeln Obst und Gemüse. Diese Pausenmahlzeit wird von den Schülern mit Begeisterung angenommen. Finanziert wird das Ganze von Schulgeldern und von Elternspenden. In Sinne einer gesunden Ernährung und auch einfach nur wegen der appetitlichen Zwischenmahlzeit wäre ein zweiter Obstausgabetag wünschenswert. Der Beirat stimmt der Antragstellung zu. 
  • Pflegestärkungsgesetz II – Die Vorsitzende informiert darüber, dass sie durch Vermittlung von Heiner Ehlen als Referent für dieses wichtige Thema Dr. Max Matthiesen aus Barsinghausen zu einer Informationsveranstaltung am 08. März 2017 um 15.00 Uhr im Heimathaus gewinnen konnte. Dr. Matthiesen ist seit 2003 CDU Abgeordneter des Niedersächsischen Landtages, Vorsitzender der CDA (Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft), Mitglieder des Sozial-verbandes Deutschland und des DRK und eben Fachmann für Soziales. Einladungen zu dieser öffentlichen Veranstaltung erhalten auch die Leiter der hiesigen Pflegedienste bzw. deren Vertretung sowie die Mitglieder des Seniorenbeirates Zeven. Vorab wird wieder Kaffee und Kuchen gereicht. Eine Spende für einen guten Zweck wird gerne angenommen.
  • Notfallwegweiser – Die Erstellung eines Notfallwegweisers nach dem Modell „Hanstedt“ ist inzwischen vom Samtgemeindeausschuss genehmigt. Wie nun von Heiko William zu erfahren war, hat der Kirchenkreis Bremervörde-Zeven eine Vorsorgemappe herausgegeben, die fast genau so aufgegliedert ist wie besagter Notfallwegweisers Modell „Hanstedt“. Erhebliche Kosten könnten gespart werden, wenn sich der Kirchenkreis dazu bereit erklärt, dass ihre Broschüre hier in Sittensen von der Samtgemeinde mit herausgegeben werden kann. Ein kurzer Vermerk in Inneren der Mappe sollte darauf hinweisen, dass die Samtgemeinde (mit Kostenbeteiligung) und der Seniorenbeirat diese Aktion unterstützen. Angedacht ist, dass diese Broschüre dann für 2,00 € zu erwerben ist. Heiko Willian will sich mit dem Kirchenkreis in Verbindung setzen.
  • Ehrenamtskarte – Der Landkreis übergibt Ehrenamtskarten an Personen, die mindestens 5 Stunden in der Woche ehrenamtlich tätig sind. Die Übergabe durch den Landrat erfolgt jährlich im festlichen Rahmen einer Veranstaltung. Viele Institutionen bieten den Inhabern dieser Karte an:z.B. kostenloses Kopieren oder kostenlose Beglaubigung von Dokumenten, Rabatte in Geschäften und Apotheken, verbilligter Eintritt in Schwimmbädern, Museen, Ausstellungen usw. Nutzungsmöglichkeiten kann man im Internet erfahren. Leider können Ehrenamtskarteninhaber in der Samtgemeine Sittensen keine einzige Vergünstigung nutzen, weil keine angeboten werden. Die Vorsitzende hat das auf der letzen Sitzung des Kulturausschusses beanstandet. Nun wurde die Verwaltung beauftragt, zur nächsten Sitzung Vorschläge zu erarbeiten.
  • Dörferfahrt für Senioren - Im August diesen Jahres soll wieder eine Dörferfahrt für Senioren  durch die Samtgemeinde mit dem Bus erfolgen. Herbert Köhn, der bereits in den vergangenen Jahren diese Fahrten ausgearbeitet und organisiert hat, erklärt sich bereit auch in 2017 wieder die Planung zu übernehmen. 

TOP 7 Verschiedenes - Fragen und Anregungen
Zum Thema Notfallschilder wurde Thomas Kannenberg eingeladen, der neue Vorsitzende des Kulturausschusses der Samtgemeinde. Es stellt sich die Frage, wie können die Notfallschilder publik gemacht werden. Im Schaukasten für Touristeninformationen sind die Standorte der Schilder auf der Wanderkarte der Börde bereits eingepflegt. Wie können jetzt aber Wanderer oder Radfahrer, die im Besitz von Smartphone oder Handy sind, unterwegs den Standpunkt der Schilder aufrufen. Thomas Kannenberg, der die Daten der Wanderkarte auf seinem Tablet übernommen hat, demonstrierte den Anwesenden, dass es fast unmöglich ist, über Google maps die Standorte zu erkennen. Alles ist viel zu klein und zu undeutlich. Hilfreicher sind da eher Fotos von der Landschaft zusammen mit den Notfallschildern. Eine gute Möglichkeit wäre, wenn sich im Internet unter www. Sittensen.de/ Notfallpunkte die Karte mit den Standorten und die „Gebrauchs-anweisung“ hierzu aufrufen läßt. Nachbargemeinden sollten nach dem gleichen Schema ihre Notfallschilder bekannt machen, weil der Wanderer/Radfahrer sich beim Suchen leichter zurecht-finden kann. Thomas Kannenberg verspricht, sich weiter zeitnah um diese Angelegenheit zu kümmern.

 

Die Vorsitzende teilt mit, dass der Antrag auf Erstellung einer Satzung für den Seniorenbeirat abgelehnt wurde. Samtgemeindebürgermeister Stefan Tiemann erläuterte, dass es keine Möglich-keit gibt, denn gesetzliche Regelungen lassen keine Satzung für ein nichtgewähltes Gremium zu. Er rät, die bisherigen Richtlinien zu überarbeiten und neu zu erstellen. Dazu teilt die Vorsitzende mit, dass in Visselhövede alle Bürger über sechzig angeschrieben wurden, um sich nach abgelaufener Periode an der Wahl als Mitglied des neuen Seniorenbeirates zu beteiligen. 60 Personen haben sich gemeldet. Könnte man dieses Vorgehen auch in Sittensen übernehmen? Die Vorsitzende verteilt

eine Kopie der Richtlinien des Seniorenbeirates Visselhövede, und bittet die Anwesenden um  Vergleiche, Überlegungen und Vorschläge für Sittensen.

 

Die Kinoveranstaltung am 19.01.2017 war wieder ein voller Erfolg. Gezeigt wurde der Film „Birnenkuchen mit Lavendel“. Da das Heimathaus mit den Sitzgelegenheiten bei 110 Besuchern an seine Grenze stößt, soll es künftig bei der 90 angemeldeten Besucherzahl bleiben Für weitere Anmeldungen heißt es dann: „Leider ausverkauft“  Der nächste Film läuft am Mittwoch, dem 22.02.2017.

 

Herbert Köhn macht folgenden Vorschlag. Wenn in Frühjahr der Mühlenpark in voller Blüte steht, könnte hier ein Musikfest mit musizierenden Schülern und anderen Musikgruppen veranstaltet werden. Vorschläge für die Vorgehensweise dieser Veranstaltung nimmt er gerne entgegen.

 

Die Sitzung schließt um 16.30 Uhr. Die Vorsitzende bedankt sich bei allen Anwesenden für das Kommen und wünscht einen guten Heimweg.                                                

 

Verteiler: alle Mitglieder, SG Bürgermeister Stefan Tiemann  

Seniorenbeirat Sittensen